Wein Glossar

Wein Glossar

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ÖSTERREICH Qualitätsstufen österreichische Wein

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Mit der neuen EU-Weinmarktordnung trat August 2009 auch eine Änderung bei der Bezeichnung von Weinqualitätsstufen und -bezeichnungen in Kraft, die aus dem Herkunftsschutzsystem des gemeinschaftlichen Lebensmittelrechts übernommen wurden. Damit trägt auch der Wein verstärkt dem Kriterium Herkunft/Ursprung Rechnung.
  
  

Österreichischer Wein – Österreich
(Wein ohne nähere Herkunftsbezeichnung, 
ehemals Tafelwein)
Wein aus zugelassenen Rebsorten (ausgenommen Blaufränkisch und Blauer Burgunder) ausschließlich im Inland geerntet. Natürlicher Mindestalkoholgehalt 8,5 % vol (51 °Oe).
   
Landwein
(Wein mit geschützter geografischer Angabe)
  
Das Mostgewicht muss mindestens 68° Oe betragen. Hektarhöchstertrag liegt bei 6.750 l Wein bzw. 9.000 kg Trauben pro Hektar. Eine engere Herkunftsangabe wie Weinbaugebiet, Großlage etc. ist auf dem Etikett nicht erlaubt.  
   
Qualitätswein 
(Wein mit geschützter Ursprungsbezeichnung) 
  
Mostgewicht muss mindestens 73 °Oe betragen, der Hektarhöchstertrag liegt bei 6.750 l bzw. 9.000 kg Trauben je Hektar. Mindestalkoholgehalt 9,0 % Vol. Verarbeitung von zugelassenen Rebsorten der Spezies Vitis Vinifera.
   
Qualitätswein mit Prädikat
  
Die verschiedenen Stufen müssen zusätzlich oder abweichend vom Qualitätswein die folgenden Kriterien erfüllen. Chaptalisierung ist verboten.
   
Kabinett
  
   
Mindestmostgewicht von 83,5 °Oe, höchstens 13,0 % Vol. Alkoholgehalt. Der Gehalt an unvergorenem Zucker (Restzucker) darf höchstens 9 g/l betragen, das entspricht der Geschmacksrichtung ”trocken”.
   
Spätlese
   
  
Mindestmostgewicht von 83,5 °Oe. Trauben dürfen erst in vollreifem Zustand gelesen werden. Die Weine dürfen frühestens ab dem 1. März des Folgejahres vermarktet werden.
   
Auslese
   
    
Mindestmostgewicht von 105 °Oe. Selektion aller kranken, unreifen oder fehlerhaften Trauben. Die Weine dürfen frühestens ab dem 1. Mai des Folgejahres vermarktet werden.
   
Beerenauslese
   
    
Mindestmostgewicht von 127,3 °Oe. Wein aus überreifen und edelfaulen Trauben. Die Weine dürfen frühestens ab dem 1. Mai des Folgejahres vermarktet werden.
   
Eiswein
   
Mindestmostgewicht von 127,3 °Oe. Wein aus Trauben, die bei der Lese und beim Pressen gefroren waren.
   
Strohwein (Schilfwein)
   
    
Mindestmostgewicht von 127,3 °Oe. Wein aus vollreifen und zuckerreichen Beeren, die vor dem Keltern mindestens drei Monate auf Stroh oder Schilf gelagert bzw. an Schnüren aufgehängt waren.
   
Ausbruch
    
   
   
    
     
Mindestmostgewicht 138,6 °Oe. Wein aus ausschließlich edelfaulen und überreifen, auf natürliche Weise eingetrockneten Beeren. Zur besseren Auslaugung des natürlichen Zuckergehaltes kann frisch gekelterter Traubensaft oder Wein, der Spätlese, Auslese oder Beerenauslese entspricht und derselben Lage entstammt, dem Lesegut zugesetzt werden; der daraus gewonnene Saft muss ein Mostgewicht von mindestens 138,6 °Oe.
   
Trockenbeerenauslese
   
Mindestmostgewicht 156 °Oe. Wein aus größtenteils edelfaulen, weitgehend eingeschrumpften Beeren.
   
DAC (Districtus Austriae Controllatus)
   
DAC ist eine Zusatzbezeichnung für gebietstypische Qualitätswein und wird auf dem Etikett direkt nach der Angabe des Weinbaugebiets gekennzeichnet.
   
Heuriger
   
Jungwein des Jahres, der vom 11. November bis zum Jahresende ausgeschenkt werden darf.
   
Reserve
   
   
     
Darf nur für Qualitätsweine mit einem Alkoholgehalt von mindestens 13 % vol. verwendet werden. Der Antrag auf die Prüfnummer für Reserve-Weine darf bei Weißweinen nicht vor dem 15. März und bei Rotweinen nicht vor dem 1. November des folgenden Jahres gestellt werden.
   

   
DEUTSCHLAND Qualitätsstufen deutscher Wein

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Mit der neuen EU-Weinmarktordnung trat August 2009 auch eine Änderung bei der Bezeichnung von Weinqualitätsstufen und -bezeichnungen in Kraft, die aus dem Herkunftsschutzsystem des gemeinschaftlichen Lebensmittelrechtes übernommen wurden. Damit trägt auch der Wein verstärkt dem Kriterium Herkunft/Ursprung Rechnung. In Deutschland wurden die neuen Bezeichnungen bis Ende 2011 verboten. Seit 2012 dürfen weiterhin die alten Bezeichnungen (ausgenommen Tafelwein)
sowie zusätzlich die Angaben „geschützte geographische Angabe“ und „geschützter Ursprung“ auf dem Etikett angeführt werden, jedoch nicht in abgekürzter Form.
 
 
  
  
  
  

 
Deutscher Wein – Wein ohne Sorten und/oder Jahrgangsangabe (früher Tafelwein)
   
  
Wein aus zugelassenen Rebsorten ausschließlich im Inland geerntet. Natürlicher Mindest-Alkoholgehalt in Zone A 5 % vol. (44° Oe) und Zone B 6 % vol. (50° Oe). Vorhandener Mindest-Alkoholgehalt in beiden Zonen 8,5 % vol. (67 g/l).
   
Deutscher Wein – Wein mit Sorten und/oder Jahrgangsangabe Es dürfen nur zugelassenen Rebsorten verarbeitet und angeben werden.
   
Landwein/Wein mit geschützter geographischer Angabe (Wein g.g.A.)
  
Verwendung von mind. 85 % Trauben eines definierten Gebiets, Hektarhöchstertrag liegt bei 15.000 l Wein, muss dem Geschmackstyp trocken oder halbtrocken entsprechen.
   
Qualitätswein
   
   
   
   
   
Zuerkennung der AP-Nummer, Angabe von engen geografischen Bezeichnungen. Zugelassene Rebsorten der Spezies Vitis Vinifera, geerntet und verarbeitet in einem „bestimmten Anbaugebiet“. Most muss den von dem jeweiligen Anbaugebiet festgelegten nat. Mindest-Alkoholgehalt
und einen vorhandenen Mindest-Alkoholgehalt von 7 % vol. (56 g/l) aufweisen. Mindest-Gesamtalkohol beim fertigen Wein 9 % vol. (71 g/l).
   
Qualitätswein mit Prädikat (QmP)
Muss die QbA-Kriterien erfüllen. Es gibt folgende Stufen:
Kabinett: abhängig vom Anbaugebiet ein Mindest-Mostgewicht zwischen 67 und 82° Oe, mind. 7 % vol. (56 g/l) vorhandener Alkohol und mind. 9 % vol. (71 g/l) Gesamt-Alkoholgehalt.
   
  Spätlese: abhängig vom Anbaugebiet ein Mindest-Mostgewicht zwischen 76 und 90° Oe. Obligatorisch sind eine „späte Lese“ und Trauben in vollreifem Zustand.
   
  Auslese: abhängig vom Anbaugebiet ein Mindest-Mostgewicht zwischen 83 und 100° Oe. Selektion aller kranken und unreifen Trauben.
   
  Beerenauslese: abhängig vom Anbaugebiet ein Mindest-Mostgewicht zwischen 110 und 128° Oe. Obligatorisch sind die Verwendung von weitgehend edelfaulen Trauben oder mindestens überreifen Trauben. Vorhandener Mindest-Alkoholgehalt 5,5 % vol.
   
  Trockenbeerenauslese: abhängig vom Anbaugebiet ein Mindest-Mostgewicht zwischen 128 und 150° Oe. Obligatorische Verwendung weitgehend edelfauler Trauben.
   
  Eiswein: abhängig vom Anbaugebiet ein Mindest-Mostgewicht zwischen 110 und 128° Oe. Trauben müssen mind. 5 Stunden bei mind. -7° C am Stock gefrieren und werden im gefrorenen Zustand gekeltert und gepresst.
   
Kleines Etiketten Know How:
  
Trocken: Restzuckergehalt max. 9 g/l, wobei Säuregehalt max. 2 g/l niedriger sein darf
   
  Halbtrocken: Restzuckergehalt 9 - 18 g/l, wobei Säuregehalt max. 10 g/l niedriger sein darf
   
  Lieblich: Restzuckergehalt 18 - 45 g/l
   
  Süß: Restzuckergehalt über 45 g/l
   
  Classic: Bezeichnung in Abhängigkeit des jeweiligen Anbaugebiets und der Rebsorte. Die Bezeichnung gilt für QbA und QmP und beschreibt einen „klassischen“, gebietstypischen, trockenen Weinstil von gehobener Qualität
   
  Weißherbst: Roséwein, der bestimmte Voraussetzungen erfüllen muss
   
  Blanc de Noir: hell gekelterter Wein aus roten Trauben
   

   
FRANKREICH Qualitätsstufen französischer Wein

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Mit der neuen EU-Weinmarktordnung trat August 2009 auch eine Änderung bei der Bezeichnung von Weinqualitätsstufen und -bezeichnungen in Kraft, die aus dem Herkunftsschutzsystem des gemeinschaftlichen Lebensmittelrechtes übernommen wurden.

Damit trägt auch der Wein verstärkt dem Kriterium  Herkunft/Ursprung Rechnung. Für die Verwendung der neuen Bezeichnungen gilt bis 2014 eine Übergangsregelung.

Bis dahin besteht ein Wahlrecht, daher sind auch bei unseren Weinen mal die alte und mal die neue Kennzeichnung zu finden. Entsprechend sind in den nachfolgenden Erklärungen die neue und die alte Kennzeichnung aufgeführt.




 
  
Vin de Pays (VdP)/
Indication Géographique Protégée (IGP)

 
 
  
Die Weine dieser Kategorie stehen eine Stufe unter den AOC-/ AOP-Weinen, d.h. die Produktionsrichtlinien sind weniger streng und die Weine dürfen nach den neuen Bestimmungen sogar außerhalb der definierten Produktionszone vinifiziert werden. Insbesondere wegen der Nennung der Rebsorte auf dem Frontetikett, ist diese Kategorie beim Verbraucher beliebt.
   
Appellation d’Origine Controlée (AOC)/
Appellation d’Origine Protegée (AOP)
 
   
 
Höchste Qualitätsstufe der französischen Weinklassifizierung. Die Weine müssen aus geographisch festgelegten Gebieten stammen und die Typizität der Appellation widerspiegeln. Demnach werden Erträge, Rebsorten, Weinbau- und Vinifizierungstechniken, Art der Lese und Alkoholgehalt festgelegt sowie Weinanalysen und Verkostungen vorgeschrieben.
   
Kleines Etiketten Know How
 
 
 
 
Réserve:  meist hauseigene Selektion
Vieilles Vignes:  alte Reben
Sur lie:  
Weißweine, die eine Zeit lang auf der Hefe gelagert wurden
Grand Cru:  Großes Gewächs
   

 
ITALIEN Qualitätsstufen beim italienischen Wein

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Mit der neuen EU-Weinmarktordnung trat August 2009 auch eine Änderung bei der Bezeichnung von Weinqualitätsstufen und –bezeichnungen in Kraft, die aus dem
Herkunftsschutzsystem des gemeinschaftlichen Lebensmittelrechtes übernommen wurden. Damit trägt auch der Wein verstärkt dem Kriterium Herkunft/ Ursprung Rechnung.

Für die Verwendung der neuen Bezeichnungen gibt es eine Ausnahmeregelung.
Es dürfen alternativ die alte und/oder neue Kennzeichnung verwendet werden. Dies soll einer Gleichsetzung von DOC und DOCG (beide DOP) vorbeugen.
Demnach sind in den nachfolgenden Erklärungen die neue und die alte Kennzeichnung aufgeführt.



 
Vino da Tavola (VdT)/ Vino da Italia
 
 
 
Die Bezeichnung Vino da Tavola ist mittlerweile verboten. Nach der neuen Kennzeichnung (Vino da Italia) dürfen diese Weine nun auch Rebsorten- und oder/ Jahresangaben enthalten. Es handelt sich hierbei um die niedrigster der Qualitätsstufen.
   
Indicazione Geografica Tipica (IGT) / 
Indicazione Geografica Proteta (IGP)
 
 
  
Der Wein muss aus dem festgelegten Gebiet stammen und bestimmten Kriterien entsprechen, z.B. Rebsorte, Ertrag, Mindestalkohol usw. Hier finden sich auch einige Spitzenweine, die keinen DOC-Status haben, sei es weil sie neue Ausbauverfahren oder nicht zugelassene Rebsorten verwenden.
   
Denominazione di Origine Controllata (DOC) /
Denominazione di Origine Protetta (DOP)
 
 
Hierbei handelt es sich um Weine einer kontrollierten Herkunft, bzw. eines geschützten Ursprungs. In dieser Stufe gibt es strenge Vorschriften bzgl. Erträge, Rebsorten, Weinbau- und Vinifizierungstechniken, Art der Lese und Alkoholgehalt sowie Weinanalysen und Verkostungen.
   
Denom. di Orig. Contr. e Garantita (DOCG) /
Denominazione di Origine Protetta (DOP)
 
  
Die kontrollierte und garantierte Herkunftsbezeichnung ist ein Prädikat für Weine höchster Qualität. Die Anforderungen gegenüber den DOC-Bestimmungen sind verschärft. Dennoch wird es mit dem neuen Bezeichnungsrecht durch DOP abgedeckt.
   
Kleines Etiketten Know How 
 
 
 
 
   
  
    
Classico:
Zusatz für Weine aus den DOC-Gebieten Soave, 
Bardolino, Valpolicella, Chianti und Orvieto mit den
besten Anbauvoraussetzungen kommen (qualitativ
besser bewertete Kerngebiet)

Riserva:
Hinweis auf längere Fasslagerung als vorgeschrieben.
   

   
PORTUGAL Qualitätsstufen portugisischer Wein

portugal
 
Mit der neuen EU-Weinmarktordnung trat August 2009 auch eine Änderung bei der Bezeichnung von Weinqualitätsstufen und -bezeichnungen in Kraft, die aus dem Herkunftsschutzsystem des gemeinschaftlichen Lebensmittelrechtes
übernommen wurden. Damit trägt auch der Wein verstärkt dem Kriterium Herkunft/ Ursprung Rechnung.
Entsprechend sind in den nachfolgenden Erklärungen die neue und die alte Kennzeichnung aufgeführt.
  
  
  
  
  
  
   
    
   
    
Vinho de Mesa (VDM)/
Vinho do Portugal
  
    
Tafelwein oder nach der neuen Kennzeichnung Wein aus Portugal ist weitestgehend der einfache Wein. Nach der neuen Kennzeichnung (Vinoh do Portugal) dürfen diese Weine auch Rebsorten- und oder/ Jahresangaben enthalten.
   
Vinho Regional (VR)/
Indicacao Geográfica Protegida (IGP)
  
   
Dieser Wein kommt aus einer festgelegten Region, muss bestimmte qualitative Anforderungen erfüllen und entspricht der französischen Stufe IGP. Viele hochkarätige Weine finden sich in dieser Stufe wieder, wenn sie aus nicht zugelassenen Rebsorten bestehen oder die Region keinen Qualitätsweinstatus hat.
   
Denomicao de Origem Controlada (DOC)/
Denomicao de 
Origem Protegida (DOP)
    
   
Hierbei handelt es sich um Weine einer kontrollierten Herkunft, bzw. eines geschützten Ursprungs. In dieser Stufe gibt es strenge Vorschriften bzgl. Erträge, Rebsorten, Weinbau- und Vinifizierungstechniken, Art der Lese und Alkoholgehalt sowie Weinanalysen und Verkostungen.
   
Kleines Etiketten Know How: Vinho leve: leichter Wein (unter 9 % vol)
   
  Verde: keine Reifung, Jungwein
   
  Maduro: im Fass gereift/ gereifter Wein
   
  Reserva: Rotwein min. 3 Jahre alt davon min. 1 Jahr Flaschenlagerung
Weißwein min 1 Jahr alt davon min. 6 Monate Flaschenlagerung
   
  Garrafeira: wie Reserva jedoch mit höherem Alkoholgehalt
   
  Velho: Rotwein 3 Jahre alt, Weißwein 2 Jahre alt
   

   
SPANIEN Qualitätsstufen spanischer Wein

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Mit der neuen EU-Weinmarktordnung trat August 2009 auch eine Änderung bei der Bezeichnung von Weinqualitätsstufen und -bezeichnungen in Kraft, die aus dem Herkunftsschutzsystem des gemeinschaftlichen Lebensmittelrechtes übernommen wurden.

Damit trägt auch der Wein verstärkt dem Kriterium Herkunft/ Ursprung Rechnung. Es existieren jedoch Ausnahmeregelungen die beide Bezeichnungen als zulässig ansieht. Entsprechend sind in den nachfolgenden Erklärungen die neue und die alte Kennzeichnung aufgeführt.




 

  
Vino de Mesa (VdM)/ Vino de España
 
 
  

Die Bezeichnung Vino de Mesa ist mittlerweile verboten. Nach der neuen Kennzeichnung (Vino de España) dürfen diese Weine auch Rebsorten- und oder/ Jahresangaben enthalten. Es handelt sich um die niedrigste Qualitätsstufe.
   
Vino de la Tierra (VdT)/
Indicación Geográfica Protegida (IGP)
 
 
   
Vino de la Tierra (Landwein) oder der neue Begriff Indicación Geográfica Protegida (geschützte geografische Angabe) ist ein Prädikat für typische Gebietsweine. Der Wein muss aus dem festgelegten Gebiet und aus zugelassenen Rebsorten sein und die festgelegten qualitativen Voraussetzungen erfüllen.
   
Denominación de Origen (DO)/
Denominación de Origen Protegida (DOP)
 
 
   
Hierbei handelt es sich um die kontrollierte Herkunftsbezeichnung, bzw. zukünftig um die geschützte Ursprungsbezeichnung, die wie bei der französischen AOP-Bezeichnung strenge Kriterien bzgl. Erträge, Rebsorten, Weinbau- und Vinifizierungstechniken, Art der Lese und Alkoholgehalt vorgibt sowie Weinanalysen und Verkostungen vorschreibt.
   
Denominación de Origen Calificada (DOCa)/
Denominación de Origen Protegida (DOP)
 
  
   
Die DOCa ist bisher die höchste Qualitätsstufe für Weingebiete, deren herausragende Weinanbaugebiete besonders sorgfältig kontrolliert werden. Rioja erhielt 1991 erstmals diesen Status. Priorat folgte; jedoch wird hier statt DOCa auch oftmals DOQ verwendet. Durch das neue Bezeichnungsrecht, werden auch diese Regionen zukünftig DOP sein.
   
Vino de Pago
  
   
Seit 2003 als Einzellage klassifiziert. Demnach stellt Vino de Pago die Spitze der Qualitätsstufen da und bezeichnet Weine mit eigenständigem Charakter der Einzellage. Derzeit gibt es 13 Einzellagen.
   
Kleines Etiketten Know How
  
  
   
  
  
  
  
  
  
  
  
   
  
   
   
   
   
   
  
   
   
   
   
   
   
   
   
     
Joven:
klassischer, fruchtbetonter Jungwein ohne Fassausbau
oder mit kurzer Fasslagerung (> 6 Monate) der schon im ersten Jahr vermarktet wird.

Semicrianza:
inoffizielle Bezeichnung für Rotweine mit "/Roble" geringerer Fasslagerung als für Crianza vorgeschrieben.

Crianza:
Rotwein min. 6 Monate Fass- und 18 Monate Flaschenlagerung. Ausnahme: Navarra, Rioja, Ribera del Duero und Penedès. Hier sind min 1 Jahr Fassund 1 Jahr Flaschenlagerung vorgeschrieben. Weißwein min. 6 Monate Fass- und 6 Monate
Flaschenlagerung.

Reserva:
Rotwein min. 1 Jahr Fass- und 2 Jahre Flaschenlagerung. Weißwein min. 6 Monate Fass- und 18 Monate Flaschenlagerung.

Gran Reserva:
Rotwein min. 2 Jahre Fass- und 3 Jahre Flaschenlagerung
Weißwein min. 6 Monate Fass und 3 1/2 Jahre Flaschenlagerung.

Noble: Fass-/Flaschenreife von 18 Monate

Añejo: Fass-/Flaschenreife von 24 Monate

Viejo: Fass-/Flaschenreife von 36 Monate
   
 
Sherry (spanischer Sherry) Sherry ist ein verstärkter Weißwein aus Spanien, der in einem speziellen
  Herstellungsverfahren produziert wird. Hierzulande wird er als Aperitif sehr geschätzt. Die Trauben dafür wachsen ausschließlich in einem eng begrenzten Gebiet, dem Sherry Dreieck zwischen Jerez de la Fontera, Sanlúcar de Barrameda und El Puerto de Santa María, im Südwesten Andalusiens. Nur dort bietet Boden und Klima die notwendigen Voraussetzungen.

Drei weiße Rebsorten sind zugelassen: Palomino mit einem Anteil von 95 %, Pedro Ximénez und selten Moscatel. Aus 100 kg Trauben wird etwa 70 Liter Most gewonnen. Dieser wird vergoren und mit Weinbrand von ca. 11 auf bis zu 19,5 % vol aufgesprittet. Anschließend reift er in 600 Liter Eichenholzfässern an der Luft.
Seine Vollendung bekommt er in einem Solera-Verfahren, bestehend aus mehreren Schichten aufeinander gestapelter Eichenholzfässer. Die unterste Reihe heißt Solera. Hier wird der fertig gereifte Wein entnommen, jedoch nur zu einem Drittel.
Der fehlende Wein wird mit Hilfe eines Schlauches von der darüber liegenden Reihe, der 1. Criadera ergänzt und so weiter. In die oberste Reihe wird der Jungwein bis auf zwei- Handbreit gefüllt.
Dieser Prozess wird ca. alle 3 bis 4 Wochen wiederholt. Folglich gibt es keinen Jahrgangs-Sherry, da sich jüngere und ältere Jahrgänge miteinander vermischen.

Je nach Herstellungsverfahren, Alkoholgehalt des Grundweins und Restzuckergehalt wird zwischen mehreren Arten von Sherry differenziert:
  Fino:
reift reduktiv min. 3 Jahre im Solera-System unter einer dicken Hefeschicht (Flor). Er ist Stroh- bis Goldgelb, trocken und hat ein leichtes Mandelaroma. Sein Alkoholgehalt beträgt 15 -17 % vol.  

Manzanilla:
ist ein Fino aus Sanlúcar de Barrameda. Die Trauben wachsen in Atlantiknähe. Dadurch hat er eine leichte Salznote sowie ein frisches, pikantes Aroma.

Amontillado: 
ist ein körperreicher, alter Fino und entwickelt sich zunächst unter einer Hefeschicht. Stirbt diese ab, entwickelt er durch Oxidation eine bernsteingelbe Färbung. Er hat ein intensives Bouquet, ist trocken und offenbart Aromen von Haselnüssen und Orangenschale. Ein echter Amontillado reift bis zu 15 Jahren in den Fässern. Der Alkoholgehalt beträgt 17 - 22 % vol.

Oloroso: 
reift ohne Hefeschicht, oxidativ, unter Einfluss von Sauerstoff. Er ist bernstein- bis mahagonifarben und hat ein volles, kräftiges, duftig nussiges Aroma. Der Alkoholgehalt beträgt 17 - 20 % vol.

Medium: 
ist ein Amontillado dem süßer Pedro Ximénez beigemischt wurde, um ihm einen halbtrockenen, würzigen Charakter zu verleihen. Die rötliche Färbung erlangt er durch das Absterben der Hefeschicht und die eintretende Oxidation

Cream:
ist das Resultat eines Verschnitts von trocknem Oloroso und süßem, dunklem Pedro Ximénez bzw. süßem Traubenmost. Er ist körperreich, süß, pikant aber dennoch sanft und sollte eine dunkle rubinrote Färbung aufweisen. Der Alkoholgehalt beträgt 16 - 18 % vol.

Pedro Ximénez:
wird ausschließlich aus der gleichnamigen Rebsorte produziert, reift oxidativ und weist einen natürlichen Zuckergehalt von bis zu 400 g/l auf. Er ist durch seine dunkle, fast schwarzbraune Farbe, seine dicke Viskosität und seine sehr ausgewogene Typizität charakterisiert. Intensive Aromen von getrockneten Früchten und Rosinen lassen sich wahrnehmen. Der Alkoholgehalt beträgt etwa 17 % vol.